Entstehung der Idee
Die Idee, ein grosses Abenteuer zu organisieren, um das Bewusstsein für das Potenzial der Solarenergie angesichts klimatischer Herausforderungen zu schärfen, wurde in Island geboren.
Raphaël Domjan, ein Vielreisender und begeisterter Anhänger der nordischen Insel, reiste 1993 zum ersten Mal dorthin. Er war beeindruckt von der Grösse der Gletscher und dem Gefühl der Unverwundbarkeit, das diese ausstrahlten.
Als er 2004 anlässlich eines weiteren Aufenthalts in Island die Spuren seiner ersten Reise nachvollzog, stellte er erstaunt fest, dass einer der unbesiegbaren Gletscher, die er einige Jahre zuvor bewundert hatte, nicht mehr existierte.
Der Klimawandel war nicht länger eine Sorge, sondern eine greifbare Realität. Von diesem Bild beeindruckt, wollte Raphaël Domjan handeln, um einen optimistischen Weg angesichts des Klimawandels aufzuzeigen. So entstand die Idee, das Potenzial erneuerbarer Energien durch ein grosses Abenteuer zu demonstrieren: die erste Weltumrundung mit Sonnenenergie.
Ein Netzwerk aufbauen und das Boot bauen
In die Schweiz zurückgekehrt, hat Raphaël Domjan begonnen, seine Idee in die Tat umzusetzen. Seine Weltumrundung soll mit einem reinen Solarboot stattfinden. Er umgibt sich mit Menschen und gründet bald die Stiftung, SolarPlanet, um sein Projekt zu verwirklichen. Nach jahrelangen Recherchen wurde der deutsche Unternehmer Immo Ströher auf das Projekt aufmerksam und stieg in das Abenteuer ein. Er ist es, der das Expeditionsschiff mit dem Namen MS Tûranor PlanetSolar finanziert.
PlanetSolar wurde von dem neuseeländischen Schiffsarchitekten Craig Lommes entworfen. Der Bau des Schiffes begann 2008 in Kiel, Deutschland, und wurde von der Werft Knierim Yachtbau durchgeführt. Der Bau wurde 2010 abgeschlossen und die PlanetSolar wurde im Hafen von Kiel zu Wasser gelassen, bevor sie in das Mittelmeer überführt wurde.
Am 25. Februar 2010 wurde PlanetSolar in Kiel vor über 200 geladenen Gästen enthüllt. Kurz darauf, am 31. März, berührt der grösste Katamaran der Welt zum ersten Mal das Wasser im Kieler Hafen, begleitet von offenen Emotionen für das Team, das diesen Moment ermöglicht hat. Nach den Testphasen geht es Richtung Mittelmeer.
Chronologie des Abenteuers
- 2004
- Entstehung der Idee
- 2006
- Start des Projektes in Yverdon-les-Bains (VD)
- 2008
- Baubeginn von PlanetSolar
- 2010
- Beginn der Weltreise
- 2012
- Abschluss der ersten Weltumrundung mit Solarenergie
Die erste Weltumrundung mit Sonnenenergie
Erleben Sie das Abenteuer der ersten Weltumrundung mit Sonnenenergie anhand der interaktiven Karte der Weltumrundung sowie des vollständigen Logbuchs.
Vermächtnis
Die erste solarbetriebene Weltumrundung hat das enorme Potenzial erneuerbarer Energien und Energieeffizienz demonstriert. Wenn es mithilfe erneuerbarer Energien möglich ist, den Globus zu umrunden, dann muss es auch möglich sein, dass die Menschheit auf nachhaltige und saubere Weise lebt! Diese Weltumrundung war ein optimistischer Kommunikationsvektor, der gezeigt hat, dass Veränderungen möglich sind.
Die Weltumrundung von PlanetSolar hat darüber hinaus zahlreiche Premieren und Rekorde hervorgebracht, darunter:
- erste Weltumrundung mit Solarenergie
- erste Weltumrundung mit Solarenergie
- längste mit Solarenergie zurückgelegte Strecke
- längste mit Solarenergie zurückgelegte Strecke
- erste Fahrt durch das Rote Meer mit Solarenergie
- das grösste Solarboot der Welt
Im Jahr 2015 wurde der Katamaran in „Race for Water“ umbenannt – nach der gleichnamigen Stiftung, die das Schiff betrieb und sich für den Schutz der Gewässer vor Plastikverschmutzung einsetzte. Später ging das Boot in den Besitz von Gunter Pauli über, der die Stiftung Porrima leitet.
Das Schiff trägt diesen Namen in Anlehnung an Porrima, die römische Göttin der Voraussicht und Prophezeiung sowie Beschützerin schwangerer Frauen, und symbolisiert damit Vision, Verantwortung und den Blick in die Zukunft.

